Termine - Preise in EUR
26.05.12 - 09.06.12 1.379,-
30.06.12 - 14.07.12 1.449,-
28.07.12 - 11.08.12 1.449,-
25.08.12 - 08.09.12 1.379,-
08.09.12 - 22.09.12 1.379,-
Zuschläge
Einzelzimmer-/-zeltzuschlag EUR 100,-

Zahlungsbedingungen

Anzahlung 30 % vom Reisepreis
Restzahlung 21 Tage vor Abreise

Marokko

Maultiertrek M'Goun

15 Tage - Maultiertrek im Hohen Atlas

Die Aussicht vom Ighil M’Goun ist schier grenzenlos. Bei gutem Wetter schweift der Blick von den Gipfeln des Hohen Atlas über jene des Anti-Atlas bis zum Jebel Sarho und hinab zum grün schimmernden Grund des Oued Dades. Das ist die Heimat der Imazighen, der „freien Menschen“, wie sich die Berber voller Stolz selbst nennen. Wer diese Welt erkunden will, tut dies am besten wie wir: zu Fuss, mit viel Zeit und einer Maultierkarawane für das Gepäck.
Während der folgenden Tage erleben wir eine Berglandschaft voller stiller Täler, rauer Gebirgszüge und zerklüfteter Schluchten. Sicherlich begegnen wir unterwegs Halbnomaden, die während der kurzen Sommermonate mit ihren Herden über die Hochweiden ziehen und dabei in Höhlen Unterschlupf suchen. Denn die Tage sind heiß, und abends sinkt die Temperatur manchmal auf den Gefrierpunkt. Den buchstäblichen Höhepunkt des Trekkings bildet der (freiwillige) Aufstieg auf den 4065 Meter hohen Ighil M’Goun.
Im Anschluss an dieses Programm bietet sich die Möglichkeit einer Besteigung des Jebel Toubkal, dem höchsten Berg Marokkos (8 Tage).

Die Höhepunkte der Reise

  • 10-tägiges Maultiertrekking im Hohen Atlas
  • Besuch abgelegener Bergdörfer mit mehrstöckigen Häusern und hohen Speichern
  • Besteigung des Ighil M’Goun

Programm

1. Tag: Anreise nach Marrakesch
Flug von Frankfurt via Casablanca nach Marrakesch (Marrakech, Marraksh); Ankunft dort am späten Abend. Transfer vom Flughafen zum Hotel.

2.-3. Tag: Ait Bougmez – das „glückliche Tal“
Fahrt in den Hohen Atlas. Unterwegs machen wir einen Abstecher zu den Wasserfällen von Ouzoud. Dann geht es via Azilal durch schöne Landschaft mit sorgfältig bebauten Terrassenfeldern, teils trockenen Zonen mit Kakteen, alten und knorrigen Wacholderbäumen auf den Tizi N’Oughbar. Die Strasse zieht sich in vielen Kurven hinunter nach Aït Abbas, dann steigt sie an durch Kiefernwald auf ein Hochplateau und führt schliesslich in das Bougmez-Tal. Am Nachmittag bleibt noch etwas Zeit für einen ersten Bummel durch die Dörfchen.
Auf einer Wanderung lernen wir das Tal etwas kennen und können uns akklimatisieren. In den 25 Dörfern des Tales leben rund 8000 Berber. Markant für alle Dörfchen der Region: Felder am Fluss, mehrstöckige Lehmhäuser, die sich immer in der Farbe der Erde nahtlos in die Landschaft einfügen, und große, schattenspendende Nussbäume. Wir wandern zum Marabout Sidi Moussa, dann hinüber nach Aït Imi, um via Tabant zum Ausgangsort zurückzukehren.

4. Tag: Zentralatlas
Heute beginnen wir mit der Überquerung des Hohen Zentralatlas von Westen nach Osten. Über den Hauptort Tabant folgen wir dem Pfad in ein Seitental. In Aït Imi beginnt der Anstieg auf den gleichnamigen Pass. Büsche, Bäume und Thuja-Stauden am Anfang, dann wird die Vegetation mit zunehmender Höhe karger. Nach etwa vier Stunden erreichen wir den Passübergang Aït Imi auf 2900 m. Der Abstieg erfolgt über den Zickzack-Trail zum Fluss im engen Amougr-Tal. Markant sind die durch Erosion entstandenen Türme. Dem Tal entlang wandern wir bis zur Quelle bei Aflafal am Eingang des Oued M’Goun (Tal des Mgoun).

5.-6. Tag: Zum Jebel (Djabal; Jabel) M’Goun
Langsam steigen wir aufwärts durch das enge Oued Oulilimt, entlang dem Fluss und dem Nordabhang des M’Goun-Massivs. Die Landschaft ist durch ihre Vielfarbigkeit und bizarre Sandsteinformationen geprägt. Auf den Hochweiden verbringen die Halbnomaden aus dem M’Goun und die Nomaden aus dem Sarho mit ihren Schaf- und Ziegenherden den Sommer. Unser Lager schlagen wir nahe der Quelle des M’Goun-Flusses auf.

Am kommenden Morgen folgen wir weiter dem Maultierpfad und dem Flusslauf durch das Oued Oulilimt und steigen dann auf zum Pass Tizi N’Oumsoud. Von der 3000 m hohen Passhöhe geht es hinunter auf die grüne Hochweide von Tarkeddid, wo der Fluss Tessa’ut entspringt.

Hier besteht auch die Möglichkeit den 4065m hohen M’Goun zu besteigen. Die Besteigung stellt keine technischen Schwierigkeiten, fordert jedoch Trittsicherheit und Ausdauer. Der Aufstieg erfolgt über karge Berghänge und durch einen steinigen, schuttigen Talkessel hinauf zum Gipfelgrat. Die letzten 500 Höhenmeter auf den letzten Sattel vor dem Gipfel sind sehr steil. Von dort sind es nochmals ca. 150 Höhenmeter über den breiten Grat zum Gipfel. Belohnt wird unser Aufstieg durch eine schöne Aussicht auf die Bergketten des Hohen Atlas, des Sarho und in das Oued Dadès. Der Abstieg führt in ständigem Auf und Ab dem Grat entlang, bis zu einem letzten Sattel von ca. 3900 m, von dem wir dann auf die Hochebene von Tarkeddid gelangen.

7.-8. Tag: Im Oued Tessa’ut
Wir verlassen die Hochebene von Tarkeddid und steigen langsam zu einem Pass an. Wie auf einem Höhenweg wandern wir durch eine von Gipfeln und Schluchten dominierte Berglandschaft. Da und dort treffen wir auf Nomaden, die in Zelten und teilweise in alten Höhlen leben. Schließlich öffnet sich die Sicht auf das Oued Tessa’ut, in das wir bis in die Nähe des Dorfes Tasgaïwalt absteigen.

Ein kleiner Umweg führt uns zu dem sehr schönen Dorf Tassawt N’Oufela, dessen Häuser aus tiefrotem Lehm erbaut sind. Dann wandern wir im engen Oued Tessa’ut, durch mehrere kleine und beeindruckende Dörfchen wie Ichbakene. Sorgfältig sind die kleinen Felder bestellt, da in diesem riesigen Canyon nur sehr wenig Platz für den Ackerbau bleibt.

9.-12. Tag: Auf den Hochweiden der Imazighen
Schließlich verlassen wir das Oued Tessa’ut und steigen auf zu dem Ort Megdaz. Megdaz ist mit seinen mehrstöckigen Häusern, den hohen Speichern aus rotem Lehm und den sehr alten Nussbäumen eines der schönsten Dörfer des Atlas-Gebirges. Ein Pass von rund 2450 m Höhe ist zu überwinden. Faszinierend ist das Farbenspiel: grüne Matten, dunkelrote und schwarze Erde, graue Abhänge. Dann folgt der Abstieg über die Hochweiden der Halbnomaden von Megdaz zum Dorf Tagought.
Inmitten einer nun völlig veränderten Landschaft wandern wir zum Dörfchen Tikhfist und erklimmen einen weiteren Pass, den Tizi N’Warg. Unser 10. Tag endet mit dem Abstieg in Richtung des Ortes Aqqua N’Tissesnte in dessen Nähe wir unser Camp aufschlagen. Von hier aus brechen wir am nächsten Morgen zum Jebel (Djabal; Jabel) Tighaline auf. Unser Weg führt entlang eines Pfades der uns ein Panorama auf die umliegenden Berge gewährt und uns erneut zu den Hochweiden der Imazighen führt. So – übersetzt „freie Menschen“ – nennen sich die „Berber“ stolz selbst. Schließlich erreichen wir am Abend des 11. Tages unseren Lagerplatz beim Lac M’Chalt. Von diesem See aus gelangen wir zum Tizi N’Ta’camt, von wo aus unser Weg in das friedlich unter uns liegende, von Terrassenfeldern umgebene Dörfchen Titoula führt. Nach insgesamt sechs Wegstunden erreichen wir unser Camp in der Nähe des Assif Ayyat (Schlucht von Ayyat).

13.-14. Tag: Rückkehr nach Marrakesch
Heute starten wir zu unserer letzten etwa fünfstündigen Etappe. Durch die Schlucht hindurch gelangen wir zu einem Übergang am Jebel (Djabal; Jabel) Isk N’Tazult, von wo unser letzter Abstieg zur Fahrstrasse am Tizi N’Tichka hinunterführt. Hier endet das Trekking und wir verabschieden und von den Maultiertreibern und unseren Begleitern und setzen unsere Reise im Minibus fort. Am späten Nachmittag erreichen wir Marrakesch (Marrakech; Marraksh) und verbringen die Nacht wieder unter einem festen Dach.
Der 14. Reisetag steht uns komplett für die Besichtigung der Stadt zur freien Verfügung.

15. Tag: Das Ende der Reise
Früh morgens Transfer vom Hotel zum Flughafen. Rückflug via Casablanca nach Frankfurt. Oder Beginn des Verlängerungsprogrammes „Djabal Tubkal“.

Im Preis inbegriffen

  • Linienflug ab Genf (andere Abflughäfen möglich, teils gegen Aufpreis)
  • Flughafentransfers im Land
  • Transfer von Marrakesch zum Trekking und zurück im Geländewagen bzw. Kleinbus
  • Miete für Lastmaultiere während des Treks (Tage 4-13), einheimische Begleitmannschaften samt Koch
  • 3 Hotelübernachtungen
  • 2 Funduqübernachtungen
  • 9 Zeltübernachtungen
  • Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten, Schaumstoff-Schlafmatten und Expeditionsküche
  • Gemeinschafts- und Küchenzelt, Toilettenzelt
  • Vollpension während des Trekkings; in Marraksh Übernachtungen mit Frühstück
  • landeskundiger lokaler Deutsch sprechender Bergführer/Guide

Teilnehmerzahl

7 - 12 Teilnehmer

Bei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann der Reiseveranstalter bis spätestens 21 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.

Hinweise und Anforderungen

Diese Reise wird in Zusammenarbeit mit Nomad Reisen durchgeführt. Es gelten deren Reisebedingungen.

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